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Ein Auszug aus dem von Perschul Reisen zur Verfügung gestelltem Online-Reisetagebuch für Kunden und alle Interessierten:
Gestern beschlossen wir dann noch zu dem Freund von Theo auf der anderen Seite des Beni zu besuchen. Davor wollten wir allerdings noch MIttagessen und im Hotel auschecken.
Beim besagten Mittagessen an der Uferpromenade :) hat Theo dann eine Hermana (Schwester) getroffen. Das war ganz praktisch, denn es stellte sich heraus, dass sie die Frau eines
Pastors in der Gemeinde ist, die wir besuchen wollten und dass ein Missionar von Indicamino gerade in dem Stamm wo wir hinwollten einen Bibelkurs gebe und uns mitnehmen koenne,
da er gerade noch im Dorf auf der anderen Seite ist. (kompliziert, aber ungemein praktisch). Also konnten wir einfach mit dem Boot übersetzten, ins Auto steigen und in den Stamm fahren.
Besagter Pastor war dann auch im Dorf. Nach einer ca 15 km langen Fahrt auf dem Pickup hinten drauf kamen wir dann in das wirklich sehr schöne und auch schön gelegene Urwalddorf.

Alle Leute haben uns sehr freundlich empfangen, sie kannten alle noch Hermano Theo und freuten sich sehr über unseren Besuch. Kurzerhand wurde eine Hütte für die beiden Mädels geräumt, und wir durften jeder eine frische Kokosnuss im Schatten der Bäume geniessen. Ich kann euch sagen die Kokosnuss war wirklich lecker.
Da sie noch nicht reif ist- kein fleisch da ist- kann man sie nur trinken. Das sieht dann auch wirklich toll aus mit der aufgehackten kokosnuss mit strohhalm.... Nathalie konnte sich ganz schnell mit einigen Mädels aus dem Dorf anfreunden, denen die Sprachbarriere gar nichts ausmachte und nach und nach wurden es immer mehr... Theo, Deborah und Simon gingen so lange eine Dorfrunde machen. Durch einige Hütten und Bäume hindurch gelangten wir an einen kleinen Bach, den wir über einen Baumstamm balancierend überqueren mussten und auf der anderen Seite trafen wir eine Hermana (ihr wisst ja jetzt was das ist), die dort mit ihrer Familie alleine lebte. Sie freute sich auch sehr Theo wiederzusehen und empfing uns sogleich mit kalten Getränken.

Dann bekamen wir einen echten Dschungletrip von ihr, wobei es für sie "nur" der weg zu ihren Feldern war, die sie uns stolz zeigte. Diese waren an verschiedenen Stellen mitten im Urwald.
Ein grosses Stück gerodet und alle möglichen Sachen angepflanzt. Über Yuca, Mais, Reis, Bananen, bis hin zu Papaya und vielem anderen. Zurück im Dorf wurde
Simon von einigen Jugendlichen zum Fussballspielen eingeladen, was auch wirklich interessant war, denn Fussball ist das was die Leute hier alle verbindet (und ja nicht nur hier).
Der Fussballplatz ist mitten im Dorf, mit schönen Holztoren und überdachter Tribuene. Zum Abendessen waren wir bei einer Familie eingeladen die uns mit einer Petroleumkerze, Brötchen und Milchkaffe das Abendessen mit dem grössten Flair bescherten. Danach ging es noch in den Abendgottesdienst bei dem Theo erstmal ein Grusswort überbrachte und Deborah ein Zeugnis geben konnte. Theo und Simon durften dann in einem Moskitozelt in der Kirche übernachten und morgens waren wir zum Frühstueck wieder bei einer Familie eingeladen.

Im Gottesdienst hatte Theo die Ehre zu predigen. Worüber sich die Leute sehr freuten und nach dem Mittagessen sind wir zu 11.im Taxi mit Gepäck wieder hier nach Rurenabaque zurückgefahren.
Wir hatten in den letzten beiden Tagen wirklich einen wunderbaren Einblick in das Stammesleben hier und freuen uns sehr darueber. Nach einiger Sucherei haben wir jetzt auch noch ein sehr schönes Hotel gefunden wo wir duschen konnten und wir freuen uns was uns die nächsten Tage noch so bringen. Grüsse aus dem warmen Bolivien